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Gute Nacht Geschichtenfür die Kleinen

Lisa und das Land der Träume

„So, meine Kinder: Jetzt noch ins Badezimmer Zähne putzen und dann ab ins Bett!“ Nur widerwillig folgt Lisa der Aufforderung ihrer Mutter und stapft langsam die Treppen hoch. Die Zeit vergeht einfach immer zu schnell und viel lieber würde sie noch mit ihren Eltern vor dem Fernseher kuscheln, mit dem Familien-Hund Waldi spielen oder einer Geschichte ihres großen Bruders Lukas lauschen… 

Als sie im Badezimmer ankommt, staunt sie über den fröhlichen Gesichtsausdruck ihres Bruders. Er grinst beim Zähneputzen vor sich hin und summt sogar ein lustiges Lied. Wieso denn das? Lisa beschließt, ihn zur Rede zu stellen: „Lukas, wieso bist du eigentlich nie traurig darüber, dass du ins Bett musst? Du scheinst dich immer richtig darüber zu freuen!“ Ihr Bruder kommt ganz nahe an ihr Ohr und flüstert: „Na, weil ich dann endlich wieder in das Land der Träume darf!“ Lisa ist verwundert. „Was soll das denn bedeuten?“ „Jeden Abend, wenn ich im Bett liege, schließe ich die Augen und betrete langsam das Land der Träume“, erklärt Lukas. „Dort ist einfach alles möglich! Manchmal bin ich ein Astronaut und fliege einmal um den Mond oder ich reite auf einem Tiger durch den größten Dschungel der Welt. Letzte Nacht habe ich mir fest vorgestellt, dass ich Profi-Bäcker bin und eine riiiesengroße Torte für all meine Freunde mache.“ Er lacht bei der Vorstellung. Lisa versteht noch immer nicht ganz, wovon ihr großer Bruder da spricht. „Und das geht so einfach? Du schließt die Augen und dann fliegst du auf einmal um den Mond?“ „Aber ja“, versichert ihr Lukas. „Wenn du dir vor dem Schlafen nur fest vorstellst, wovon du gerne träumen möchtest, klappt es bestimmt!“ Auf einmal ist Lisa ganz aufgeregt und kann es gar nicht abwarten endlich schlafen zu gehen.

Als Lisa endlich im Bett liegt, fängt sie an nachzudenken: Wo würde sie denn in ihren Träumen gerne hinreisen? Vielleicht in ein geheimes Schloss? Oder in einen Zauberwald, in dem es magische Einhörner gibt? Als sie gerade hin und her überlegt wird sie immer müder, bis sie irgendwann einschläft. Plötzlich steht sie vor einem großen goldenen Tor, das von flauschigen Wolken umgeben ist. „Hallo Lisa“, hört sie plötzlich eine Stimme. Als sie sich umdreht steht hinter ihr eine wunderschöne Fee mit langen Haaren und einem Kleid aus Sternenstaub. „Ich bin deine Traumfee! Ich freue mich, dass du uns hier im Land der Träume besuchst!“ „Hallo liebe Traumfee! Ich bin so froh, endlich hier zu sein, mein Bruder hat mir schon viel von diesem Ort erzählt. Stimmt es, dass ich hier einfach träumen kann, was ich will?“ Die Fee lacht ihr freundlich zu: „Aber ja, das stimmt! Jeder Mensch, der es sich vor dem Einschlafen ganz fest wünscht, kann das Land der Träume besuchen und dort erleben was er möchte! Hast du denn schon darüber nachgedacht, wovon du träumen möchtest?“ Lisa überlegt kurz – ganz sicher ist sie sich noch nicht, denn sie kann sich einfach nicht entscheiden. Schließlich sagt sie: „Ich möchte einfach eine schöne Zeit mit all meinen Freunden verbringen! Und meine Eltern und mein Bruder Lukas müssen auch dabei sein.“ Die Traumfee nickt Lisa zu: „Das ist eine wirklich schöne Idee.“ Sie zieht ihren magischen Zauberstab hervor und kreist ihn über ihre Köpfe, sodass der magischer Feenstaub auf Lisa herunter rieselt. 

Und siehe da: Plötzlich steht Lisa nicht mehr vor dem goldenen Tor, sondern sitzt in einem riesengroßen Garten auf einer Picknickdecke. Um sie herum spielen ihre Freunde mit dem Familien-Hund Waldi und ihre Eltern pflücken leckeres Obst von den zahlreichen Obstbäumen, die es im Garten gibt. Lisa springt auf und läuft zu ihren Freunden. Ihre beste Freundin Hanna nimmt sie bei der Hand: „Komm Lisa, wir spielen Verstecken zwischen den Obstbäumen – wer als Letzter gefunden wird, hat gewonnen!“

Und so verbringt Lisa einen wunderschönen Traum mit ihren Liebsten. Nach dem Versteck-Spiel gibt es dann das ganze frische Obst, das ihre Eltern gepflückt haben. Und für Waldi gibt es eine knackige Salami. Als Lisa in der Früh von ihrer Mutter geweckt wird, ist sie ganz begeistert: „Mama, ich hatte einen wunderschönen Traum! Ich wollte gar nicht, dass er vorbei ist.“ Ihre Mutter setzt sich zu ihr ans Bett und streicht ihr sanft über den Kopf: „Aber Lisa, das ist doch das Schöne am Träumen: Man kann es jede Nacht wieder tun und muss deswegen nicht traurig sein, wenn ein Traum vorbei ist.“ Lisa nickt zustimmend und denkt sofort an all die anderen schönen Träume, die sie in den nächsten Nächten erleben will. Vielleicht besucht sie einmal einen großen Pony-Hof? Oder fliegt auf einem schwebenden Teppich durch die Lüfte? Von diesen Ideen muss sie unbedingt Lukas erzählen!